Derzeit arbeite ich an meiner aktuellen Werkgruppe, welche bereits vor vielen Jahren in langen Spaziergängen an der Nordsee begonnen hat. Ich liebe es das angeschwemmte Holz dort immer wieder zu sammeln, zu waschen, zu trocknen und zu ordnen. Diese Ordnungen werden vor allem durch das Holz selbst vorgegeben, durch dessen Formen, Farben, Strukturen, Maserungen, Gewicht, Größe usw. So kommen Holzstücke zusammen und finden sich, die in ganz verschiedenen Jahren, zu unterschiedlichen Zeiten und an verschiedenen Strandabschnitten angespült worden sind.
Durch die Dibond-Bildgründe aus hochglänzendem weißen Aluminium entstehen spannende Kontraste zwischen Hell und Dunkel, Matt und Glänzend, zwischen einer geradlinigen und eckigen Geometrie und den organischen Formen des Holzes. Auch wenn ich beim finalen Arrangieren der einzelnen Hölzer derzeit Themen wie das Sein, Beziehungen, Nähe und Distanzen reflektiere, assoziiere ich bei den fertigen Werken immer auch noch andere visuelle oder symbolische Bezüge: Wege, Strandzugänge zum Meer, Menschengruppen, Ordnungen und Chaos.
Das Schöne ist, dass alles davon gleichzeitig da sein kann und die Assoziationen und Resonanzen fortwährend einen Zugang zu den eigenen Erinnerungen, Erfahrungen und Interessen schaffen. Durch die spiegelnde Oberfläche der Dibond-Bildgründe werden zudem auch Bezüge zum Raum hergestellt, in dem die Werke hängen. Die Umgebung fließt so ein in die Werke, die je nach Blickwinkel, Lichteinfall und Position im Raum, immer wieder verändert werden. Sie symbolisieren eine Veränderbarkeit und Dynamik, die stetig zu neuen Betrachtungen, Deutungen und Resonanzen einlädt.
Eine erste Serie wird in diesem Jahr veröffentlicht.