Wer bin ich?

Ich bin leidenschaftliche Wissenschaftlerin, Künstlerin, Kunstpädagogin sowie Fort- und Weiterbildnerin. Ich bin neugierig, kreativ, habe eine große Lust an Erkenntnis, Gestaltung, Reflexion und Vermittlung. Ich habe schon als Kind ein unglaublich großes Interesse an ästhetischen Weltzugängen gehabt. Malen, Zeichnen, Basteln, Sammeln, Gestalten, Werken, Tanzen, Singen sowie Klavier, Flöte und Gitarre spielen waren meine Haupt- und Lieblingsbeschäftigungen. Und daran hat sich eigentlich nicht viel geändert, außer dass ich Teile davon noch studiert habe und wissenschaftlich erforsche.
Zu verstehen wie bei solchen Tätigkeiten ein ästhetischer Sinn entsteht, wie ein solch ästhetischer Sinn gemeinschaftlich hergestellt wird, wie man andere dabei unterstützen kann und warum das für Lern-, Entwicklungs- und Bildungsprozesse und auch gesellschaftliche Veränderungsprozesse so wichtig ist, bildet den Schwerpunkt meiner wissenschaftlichen Arbeit. Ich selbst befinde mich also immer wieder in einer anderen Position oder auch Rolle, wenn ich mich mit ästhetischen Bildungsprozessen und der damit zusammenhängenden ästhetischen Haltung befasse. Schaue ich als Wissenschaftlerin mit meinem theoretisch-analytischen Blick eher von "Außen" darauf, bin ich als Künstlerin mitten drin im Prozess. Dann lasse ich mich von dem bewegen und inspirieren, auf das ich aufmerksam werde. Dies kann ungeplant verlaufen, wenn ich bspw. Dinge, Materialien oder Phänomene sehe oder finde, die mich "ansprechen". Ich kann diese Settings aber auch bewusst kreieren, indem ich mich mit bestimmten Dingen, Materialien und Phänomenen künstlerisch auseinandersetze. Ich versuche dann offen für die Materialien zu sein, mich von ihnen bewegen zu lassen, mich zu Gestaltungsideen anregen zu lassen und die Materialien dann wiederum durch meine Ideen in eine sinnhafte, ästhetische Ordnung zu bringen. Das dies nicht immer reibungslos verläuft, bietet ein großes Potenzial für Prozesse und Artefakte, von denen ich dann selbst überrascht bin. Meine Schwester sagte einmal zu mir, als wir Kinder waren: "Bei dir muss immer erst was schieflaufen, bevor es richtig cool wird" (und was bin ich da manchmal wütend gewesen, wenn sich eine Idee nicht umsetzen ließ). Letzen Endes erforsche ich eine Haltung gegenüber und einen Umgang mit der Welt, die und der immer schon essentiell für mich waren. Ich bin jetzt an einem Punkt, wo ich die Bedeutung dieser ästhetischen Prozesse nicht nur biographisch, sondern auch wissenschaftlich verstehe und ihren Mehrwert für individuelle und kollektive sowie gesellschaftliche Entwicklungs- und Veränderungsprozesse fundiert begründen und vor allem auch vermitteln kann. Dabei liegt mir die Vermittlung rund um Ästhetische Bildung genauso am Herzen wie deren Erforschung und Erprobung. Geht es im Rahmen meiner kunstpädagogischen Tätigkeit vor allem darum, eine ästhetische Haltung bei Kindern zu bewahren, schaffe ich im Rahmen meiner Fort- und Weiterbildungen Räume, in denen Erwachsenen in die Lage versetzt werden, diese ästhetische Haltung wieder zu erlangen. Denn diese Haltung kann uns im Verlauf von Erziehungs-, Sozialisations- und Lernprozessen abhandenkommen. Wie man eine ästhetische Haltung bewahren und wiedererlangen kann, können Sie durch meine wissenschaftliche, künstlerische, kunstpädagogische sowie fort- und weiterbildnerische Tätigkeiten erfahren. Diese Tätigkeiten spiegeln sich nicht nur in meiner beruflichen Multipassion wieder, sie gehen fließend in meine Freizeit über. Oder man könnte sagen, dass meine persönliche und private Multipassion fließend in meine beruflichen Tätigkeiten übergeht. Wie auch immer ich den Raum label, den andere Freizeit nennen, ich spiele dort immer noch Klavier und Gitarre, ich nehme nun seit zwei Jahren Gesangsunterricht, baue Möbel und sammle: Klopapierrollen, angeschwemmtes Holz, "Bilder" aus der Natur, analoge und alte Dinge oder gemeinsam mit meinen Kindern Hühnergötter an der Ostsee. 

Wissenschaftlicher Lebenslauf

 

Seit April 2023
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Erziehungswissenschaft, Fachgebiet "Fühkindliche Bildung/Elementarpädagogik", Universität Osnabrück

2020 - 2023
Vertretungsprofessorin im Fachgebiet "Allgemeine Pädagogik" am Institut für Erziehungswissenschaft

2017 - 2020
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Erziehungswissenschaft, Fachgebiet "Allgemeine Pädagogik", Universität Osnabrück

2017
Abgeschlossene Promotion zum Thema "Die ästhetische Dimension kindlicher Ausdrucks- und Gestaltungsprozesse - Eine Rekonstruktion gemeinschaftlicher Herstellungs- und Verstehensprozesse ästhetischen Sinns" (summa cum laude)

2011 - 2020
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Erziehungswissenschaft, Fachgebiet "Elementarpädagogik", Universität Osnabrück

2010 - 2016
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe e.V.), in der Forschungsstelle Elementarpädagogik und am Transferzentrum, Osnabrück

2008 - 2010
Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Projekt "Familie als kulturelles Erziehungsmilieu" unter der Leitung von Prof. Dr. Hans-Rüdiger Müller, Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Osnabrück

2010      

Abschluss: Master of Arts mit Auszeichnung im Studiengang "Erziehung und Bildung in gesellschaftlicher Heterogenität“, Universität Osnabrück 

 

2007   

Abschluss: Bachelor of Arts im 2-Fächer-Bachelor-Studiengang  

(Erziehungswissenschaft, Kunst/Kunstpädagogik), Universität Osnabrück