Torpedo


Alte analoge und mechanische Maschinen oder Werkzeuge faszinieren mich. In meiner Werkgruppe "Porträts von Dingen" erkunde ich diese Dinge mit der Kamera, schaue nicht nur auf ihre praktische Funktion, sondern lasse mich leiten von ihrer Form, ihren Details. Beim fotografischen Erkunden ändere ich meine Perspektive auf die Dinge, finde so neue Formen, andere Formen, vergesse manchmal, was genau ich dort betrachte. Ich versuche ähnlich wie bei klassischen Porträts den Charakter und Ausdruck der Dinge festzuhalten. Dabei sieht man, dass die Dinge immer mehr sind als das, wofür sie gemacht wurden. In der künstlerischen Auseinandersetzung sind sie mehr als ihr Zweck, sie weisen über sich hinaus und erinnern zugleich an ihre sinnlichen Qualitäten: Die Klänge, die sie machen, die Haptik, die sich anschmiegt und die Gerüche, die sie abgeben. Mit diesem Blick auf die Dinge gewinnt man neue Perspektiven, man wird überrascht, wie facettenreich die Dinge sind, was man in ihnen entdecken kann und welche spielerischen Assoziationen sich entwickeln. Vor allem bei analogen Maschinen tauche ich beim Betrachten in eine fast vergessene, vergangene Zeit ein. Mit der Kamera versuche ich diese Zeit ein Stück weit zu bewahren und zugleich ins Jetzt zu transformieren.